Horst W. Opaschowski - Zukunftswissenschaftler, Publizist und Politikberater

DeutschlandVision 2030

A) Das „Was-passiert-wenn-nichts-passiert“-Szenario

  1. Der größte Schuldenberg der Nachkriegsgeschichte droht.
  2. Die Schulden von heute werden die Steuern von morgen sein.
  3. Die „Schuldenbremse“ ohne Rücklagen wird zur Rentenfalle.
  4. Die Bürger glauben den Politikern nicht mehr.
  5. Protest-, Wechsel- und Nichtwähler breiten sich aus.
  6. „Burnout“ im Beruf wird zur Normalität.
  7. Die Gefahren, die im Netz lauern, werden immer bedrohlicher.
  8. Eine krasse Klassengesellschaft mit sozialen Ungleichheiten entwickelt sich.
  9. Der Lebensstandard sinkt – die Deutschen werden ärmer.
  10. Der Sozialstaat kippt.

B) Das „Was-sich-ändert-wenn-wir-uns-ändern“-Szenario

  1. Sicherheit wird wichtiger als Freiheit.
  2. Lebenslange Beschäftigung verhindert Altersarmut.
  3. Gesund und geistig fit bleiben wird zur Leitlinie des Lebens.
  4. Wer sich um andere sorgt, lebt länger.
  5. Die Menschen altern gesünder.
  6. Das Wohnen daheim ersetzt die Einweisung ins Heim.
  7. Generationenbeziehungen werden wichtiger als Partnerbeziehungen.
  8. Nachbarschaftshilfen machen Sozialamtshilfen entbehrlicher.
  9. „Wohlergehen für alle“ wird bedeutsamer als „Wohlstand für alle“.
  10. Eine neue Bürgerdemokratie entwickelt sich.

C) Die „realistische Zukunfts-Trend“-Prognose

  1. 0,5 x 2 x 3-Arbeitsverhältnisse: Die Folgen der Globalisierung.
  2. Strategie der besten Köpfe: Die Zuwanderung als Zukunftspotential.
  3. Leben ist die Lust zu schaffen: Die Leistungsexplosion der jungen Generation.
  4. Der „zweite“ Demografische Wandel: Die neue Lust auf Familie.
  5. Die Frauen kommen mit Macht: Die Arbeitswelt wird weiblicher.
  6. Re-Start mit 50: Die Wirtschaft braucht wieder ältere Arbeitnehmer.
  7. Comeback mit 65: Zuverdienst statt Altersarmut.
  8. Lebensqualität bis ins hohe Alter: Wahlverwandtschaften und soziale Konvois.
  9. Gesundheitsorientierung als neue Zukunftsreligion: Wohlergehen im Zentrum des Lebens.
  10. Gut leben statt viel haben: Die Sehnsucht nach dem Sinn.

D) Die „10-Gebote-des-21. Jahrhunderts“-Agenda

  1. Bleib nicht dauernd dran; schalt doch mal ab.
  2. Versuche nicht, permanent deinen Lebensstandard zu verbessern oder ihn gar mit Lebensqualität zu verwechseln.
  3. Mach die Familie zur Konstante deines Lebens und ermutige Kinder zu dauerhaften Bindungen.
  4. Knüpf dir ein verlässliches soziales Netz, damit dich Freunde und Nachbarn als soziale Konvois ein Leben lang begleiten können.
  5. Definiere deinen Lebenssinn neu: Leben ist die Lust zu schaffen.
  6. Genieße nach Maß, damit du länger genießen kannst.
  7. Mach nicht alle deine Träume wahr; heb dir noch unerfüllte Wünsche auf.
  8. Du allein kannst es, aber du kannst es nicht allein: Hilf anderen, damit auch dir geholfen wird.
  9. Tu nichts auf Kosten anderer oder zu Lasten nachwachsender Generationen: Sorge nachhaltig dafür, dass das Leben kommender Generationen lebenswert bleibt.
  10. Verdien dir deine Lebensqualität – durch Arbeit oder gute Werke: Es gibt nichts Gutes; es sei denn, man tut es.

© 2011 Professor Dr. Horst W. Opaschowski. Alle Rechte vorbehalten / Seite zuletzt aktualisiert am 2014-01-10